
Ortsplan der Gemeinde Bichelsee-Baltenswil mit Niederhofen

Signalisation von Niederhofen und Höfli,

Karte: map.schweizmobil.ch
In der Gemeinde Bichelsee-Balterswil wurde ab ca. 1996 in der Landeskarte die Schreibweise des Ortsnames Niederhofen in Niderhofe geändert.
Ca. 30 Gebäude tragen in Niderhofe die Adressen
Niederhofen 1-54
8363 Bichelsee
Name der entsprechenden Siedlung im Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis des Kantons Thurgau:
Niederhofen (Niderhofe)
Die Busauto Haltestelle heisst: Bichelsee, Niederhofen-Höfli


Oberhofen in der Gemeinde Münchwilen (TG) wurde dagegen nicht in Oberhofe geändert. Es stellt sich die Frage, ob Niderhofe resp. Oberhofe einen grösseren kulturellen Wert haben als Niederhofen resp. Oberhofen. Aus kulturellen Gründen (der Begriff «Kultur» kommt von colere = pflegen) müssten eher die traditionelle Schreibweise von Ortsnamen gepflegt werden, welche meist mit der Schreibweise der bestehenden Gebäudeadressen übereinstimmen. Es besteht kein öffentliches Interesse, Niederhofen in Niderhofe zu ändern, sondern ein öffentliches Interesse, die Schreibweise von Niederhofen zu belassen.
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Karte: map.schweizmobil.ch
In der Gemeinde Kemmental wurde die Schreibweise von Bätershausen auf Bääterschhuuse geändert und musste später wieder auf Bätershausen zurückmutiert werden.
Siedlung Bätershausen (Bääterschhuse, Bääterschhuuse) im Ortschaften und Siedlungsverzeichnis Kanton Thurgau
2 Kommentare:
Wer Dokumente oder Literatur über Genf sucht, sucht auch unter Genève. Wer Dokumente oder Literatur über Aawil sucht, dürfte in einem klassischen Verzeichnis oder in einer digitalen Datenbank kaum auf Anwil stossen. Spätere Generationen werden aus der Landeskarte nur noch den Namen Aawil kennen und kaum mehr an die alte Schreibweise Anwil denken. Mit der Änderung der Schreibweise von Lokalnamen in den Kantonen Schaffhausen und Thurgau wird somit der Bezug zu schriftlichen Akten früherer Jahre grundlos abgebrochen!
Paul Märki
Einen zufällig in Anwil b. Wiezikon TG getroffenen, 83-jährigen Einwohner fragte ich, wie er den Weilernamen ausspreche. Er sagte eindeutig ANWIL, wie ich auch, in dieser Gegend aufgewachsen. Von "Aawil" hat er noch nie was gehört. Ebenso die Bauersfrau vom Herrengut b.Sirnach. Sie war sehr erstaunt, zu hören, dass sie fortan auf dem Heereguet wohne. Ich werde den dringenden Verdacht nicht los, dass die flächendeckenden Namensveränderungen im Thurgau klammheimlich vorgenommen wurden, was die Steuerzahler, jeden Betroffenen und die Wegweiserbetreiber ein horrendes Geld kostet. Mit welchem Nutzen? Das konnte mir jedenfalls noch niemand erklären.
Annette Büchi
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