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Donnerstag, 13. Mai 2010

ZH Neuhaus oder Neuhus - TG Neuhaus oder Neuhuus?


Ortstafel Neuhaus, Gemeinde Egg im Kanton Zürich



Nach 1950 wurde der Lokalname Neuhaus in Neuhus geändert. Diese Schreibweise ist auf dem Übersichtsplan und in der amtlichen Vermessung bis heute so geblieben.
Schreibweise auf der Landeskarte, Name der Haltestelle sowie Gebäudeadressen: herkömmliche Schreibweise Neuhaus vgl. unten.



Schreibweise von Neuhaus in der Landeskarte und der Haltestelle: Neuhaus



Adressen: Neuhausweg und Im Neuhaus

Für eine einheitliche Schreibweise der Örtlichkeit von Neuhaus drängt sich auf, den Lokalnamen Neuhus nach über 50 Jahren wieder in die herkömmliche Schreibweise Neuhaus zurück zu mutieren.



Der Lokalname Neuhaus in der thurgauischen Gemeinde Weinfelden wurde in Neuhuus geändert. Die Gebäudeadresse Neuhausweg ist geblieben und es stellt sich die Frage, ob die Schreibweise des Lokalnamens Neuhuus Bestand haben wird.



Der Lokalname Neuhaus in der thurgauischen Gemeinde Wuppenau wurde in Neuhuus geändert. Die Gebäudeadresse Neuhaus ist geblieben und es stellt sich die Frage, ob die Schreibweise des Lokalnamens Neuhuus Bestand haben wird.


Siehe auch:



Schlussfolgerungen:

  • Die Benutzer fordern für eine Örtlichkeit eine einheitliche Schreibweise.

  • Die Schreibweise auf amtlichen Plänen und Karten sollte sich möglichst dem allgemein akzeptierten Schreibgebrauch ausrichten.

  • Auf behördlich angeordente, Unordnung und Kosten verursachende Experimente mit vermeintlich verbesserten neuen Schreibweise ist im öffentlichen Interesse zu verzichten.

Samstag, 8. Mai 2010

ZH Katzensee oder Chatzensee?



Katzensee Kanton Zürich


Restaurant Waldhaus Katzensee


Katzensee (See) und Chatzensee (Siedlung) in der amtlichen Vermessung (Übersichtsplan)


Katzenseestrasse (Gebäudeadresse), Landeskarte: Chatzensee (See und Siedlung)


Gut Katzensee (Gebäudeadresse)


Landeskarte: Chatzensee (See und Siedlung)


Amtliche Vermessung: Chatzenrüti (Siedlung), Katzenseestrasse (Gebäudeadresse) und Chatzenrütiweg (Gebäudeadresse)

Kommentar:
Katzensee ist die herkömmliche Schreibweise eines Lokalnamens mit mehr als geringer, lokalen Beutung. Der Katzensee wurde nach 1948 trozdem in die mundartliche Schreibweie Chatzensee geändert. Die neue Schreibweise fand keine allgemeine Akzeptanz. Heute kommen beide Schreibweisen vor und auf amtlichen Karten und Plänen herrscht ein wahres Chaos der beiden Schreibversionen für eine einzige Örtlichkeit. Ungerechfertigte Änderungen von Lokalnamen erzeugen irreversible Schäden.

Samstag, 12. Dezember 2009

TG Allenwinden, Allenwinde, Allewinde oder Alewinde?

Kanton Thurgau, Gemeinde Fischingen


Landeskarte: Alewinde
Die Schreibweise Allenwinden wurde in Alewinde geändert
Gebäudeadressierung: Allenwinden


Strassensignalisation Gemeinde Fischingen TG. Die bisherige Schreibweise Allenwinden ist erhalten geblieben.



Kanton Zürich, Gemeinde Oberstamnmheim /
Kanton Thurgau, Gemeinde Wagenhausen


Landeskarte: Alewinde
Die Schreibweise Allenwinden wurde in Alewinde geändert
Schreibweise in swissnames: Allenwinde



Übersichtsplan Kanton Thurgau: Alewinde (Gemeinde Wagenhausen)



Übersichtsplan Kanton Zürich: Allenwinden (Gemeinde Oberstammheim) und Allewinde (Gemeinde Wagenhausen)

1 Örtlichkeit - 4 unterschiedliche Schreibweisen
• Allenwinden
• Allenwinde
• Allewinde
• Alewinde



Allenwinden in der Schweiz:
• Allenwinden Kriens (Kt. LU)
• Allenwinden Erstfeld (Kt. UR)
• Allenwinden St. Gallenkappel (Kt. SG)
• Allenwinden Wollerau (Kt. SZ)
• Allenwinden Arth (Kt. SZ)
• Allenwinden Schwyz (Kt. SZ)
• Allenwinden Baar (Kt. ZG)
• Allenwinden Gossau (ZH) (Kt. ZH)
• Allenwinden Kappel am Albis (Kt. ZH)
• Allenwinden Wädenswil (Kt. ZH)

• Allewinde Udligenswil (Kt. LU)
• Allewinde Dierikon (Kt. LU)

• Alewinde Fischingen (Kt. TG)



Allenwinden* in Gebäudeadressen: 117 Treffer
Es existieren keine Genbäudeadressen mit Allenwinde, Allewinde oder Alewinde

Sonntag, 20. September 2009

ZH Dielsdorf oder Tielschderf?



Karte: map.schweizmobil.ch

Das neu erschienene Zürichdeutsche Wörterbuch des Meilemer Germanisten Heinz Gallmann dürfte auf grosses Interesse bei der Bevölkerung stossen, da Mundart nach wie vor allgemein sehr geschätzt wird. Dieses Werk trägt in besonderem Masse zur Bewahrung der Mundart bei.

Vgl. Artikel im Tagesanzeiger vom 19.09.2009 von Thomas Widmer
Zwischen Ilau und Hööraan findet sich so manches kuriose Wort

Leserbrief Tagesanzeiger: Zur Bewahrung der Mundart
Leserbrief ebenfalls erschienen in:
Basler Zeitung Bernerzeitung Der Bund

PDF vgl. hier


Auch in der Neuen Zürcher Zeitung ist am 19.09.2009 ein Artikel erschienen
Eine Fundgrube für Sprachinteressierte

Das Werk von Heinz Gallmann umfasst auch einige Zürcher Ortsnamen, wie sie im Dialekt ausgesprochen werden (vgl. Abbildung unten). Die Mundart Schreibweise dieser Namen erinnern ganz an die neue Mundart Schreibweise von Orts- und Flurnamen, wie sie seit kurzer Zeit im Kanton Thurgau auf amtlichen Karten und Plänen zu finden sind (und momentan von einer Arbeitsgruppe überprüft werden vgl. hier): z.B.

Kanton Zürich - Kanton Thurgau
Tielschderf (Dielsdorf) - Tingeschwiil (Dingetswil)
Üüdike (Uitikon) - Üütersche (Ueterschen)
• Martaale (Marthalen) - Wisetaal (Wiesental)
• Geeretschwiil (Geroldswil) - Esserschwiil (Esserswil)
• Räätsche (Räterschen) - Üütersche (Ueterschen)
• Ämedinge (Ebmattingen) - Wäckinge (Weckingen)

Im Kanton Zürich kommt jedoch niemand auf die Idee, auf amtlichen Karten und Plänen eingebürgerte und vertraute Ortsnamen in Mundart Schreibweisen zu ändern und es muss dabei auch niemand befürchten, dass deshalb ein bedeutendes Kulturgut verloren gehen würde. Die Schreibweise von geografischen Namen sollen generell nicht geändert werden (höchstens falls in einem Einzelfall ein öffentliches Interesse vorliegt).

Auflistung aller im Zürchichdeutschen Wörterbuch aufgeführten Orts-, Berg- und Gewässernamen vgl. hier.


Folgendde Abbildungen sind aus dem Artikel im Tagesanzeiger "Zwischen Ilau und Hööraan findet sich so manches kuriose Wort" entnommen worden:



Mittwoch, 8. April 2009

ZH Uetliberg oder Üetliberg?


Uetliberg (871m) ist im Kanton Zürich ein geografischer Name für
- einen Berg
- eine Ortschaft
- eine Station
- eine Strasse
- einen Tunnel
- eine Siedlung

Aussprache gemäss Heinz Gallmann: Üetlibèèrg, Hüetlibèèrg, Üetli

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man Uetliberg oder Üetliberg schreibt. Beide Schreibweisen sind verbreitet und heute gebräuchlich (Uetliberg im Google ca. 200'000 und Üetliberg ca. 50'000 Treffer). Üetliberg wäre grundsätzlich die bevorzugte mundartliche Schreibweise. In Analogie z.B. zu Oerlikon und Uetikon muss auf einen grossen Umlaut Ä/Ö/Ü verzichtet werden. Anstelle eines Ue-etliberg ist Uetliberg die pragmatische und wie die Baudirektion des Kantons Zürich im Jahr 2008 bestätigte, die amtliche Schreibweise. Gründe, warum die Schreibweise Uetliberg gemäss Landeskarte und amtliche Vermessung aus typografischen Gründen als amtliche Schreibweise verwendet wird und auch etymologische und historische Gründe dafür sprechen vgl. hier

Samstag, 8. November 2008

TG Steinebach oder ZH Steinenbach? TG Steine oder ZH Steinen?


Kt. ZH: Steinen, Kt. TG Steinen wurde in Steine geändert




Kt. ZH Steinenbach, Kt. TG Steinenbach wurde in Steinebach geändert


Landeskarte: Steinenbach, Ortsname Steine

Mittwoch, 20. Februar 2008

TG Hoowacht oder ZH Hochwacht?


Landeskarte: Hochwacht



GIS-Browser ZH: Hochwacht



Thurgis: Hoowacht

Landeskarte: 693478 / 279094

TG Kiiburgerstei oder ZH Kyburgerstein?


Landeskarte: Kyburgerstein



GIS-Browser Übersichtsplan ZH: Kybergerstein



Thurgis: Kiiburgerstei

Landeskoordinaten 692310 / 281462

Samstag, 16. Februar 2008

ZH Oedischwänd, Oedischwend oder Ödischwend


Oedischwänd Amtliche Vermessung



Oedischwend Haltestelle



Ödischwend Landeskarte

Oedischwänd ist die offizielle Schreibweise in der amtlichen Vermessung und in den Gebäudeadressen. Wegen der Aussprache wurde die ursprüngliche Schreibweise Oedischwend (Schreibweise Bushaltestelle) auf Oedischwänd (mundartliche Schreibweise) geändert.

So existieren heute drei Schreibweisen für eine einzige Örtlichkeit. Ödischwänd wäre grundsätzlich die richtige Schreibweise. Der Umlaut Ö wird sowohl generell bei Haltestellennamen wie auch bei den Gebäudeadressen als Oe geschrieben.
Oedischwend ist die traditionelle Schreibweise und hätte aus heutiger Sicht zweckmässigerweise nie geändert werden sollen.

Donnerstag, 14. Februar 2008

ZH Glattal oder Glatttal?


Glattal oder Glatttal?



Limmattal

Das Glatt(t)al und das Limmattal sind zwei Täler im Kanton Zürich.

Bis 1998 wurden gemäss Duden drei hintereinander folgende t als zwei t geschrieben, danach mit drei t.

  • Glatt schreibt man mit zwei t, folglich würde gemäss neuen Dudenregeln Glatttal mit drei t geschrieben.
  • Limmat wird mit einem t geschrieben, folglich Limmattal mit zwei t.

vgl. Glatttal auf dem Wikipedia

Geografische Namen sollen nicht geändert werden. Niemanden käme es in den Sinn, z.B. Thalwil ohne h schreiben, nur weil man nach Duden schon lange Tal ohne h schreibt. Die Schreibweise von geografischen Namen bleibt bestehen, auch wenn die Schreibweise nach Duden ändert, ausser geografische Namen werden bewusst geändert.

Warum werden im Google neben ca. 60'000 Schreibweisen von Glattal mit zwei t ca. 6'000 Schreibweisen mit drei t gefunden? Warum beginnt man, Glatttal offiziell mit drei t zu schreiben, so zum Beispiel die Glatttalstrasse in der Stadt Zürich?

Während Limmattal auf der Landeskarte kartiert ist, findet man Glattal nirgends auf einer Karte. Dies mag eventuell der Grund sein, warum begonnen wird, Glatttal mit drei t zu schreiben. Eine Umstellung auf drei t ist mit hohen Kosten verbunden (z.B. Verkehrsbetriebe Glattal). In den nächsten Jahrzehnten ist daher keine einheitliche Schreibweise zu erwarten und Schreibweisen mit zwei t werden wahrscheinlich noch lange bestehen bleiben.

Die Meinungen, ob Glatt(t)al künftig wie bisher mit zwei oder gemäss Duden mit drei t geschrieben werden soll, können im Kommentar zu diesem Blog geäussert werden.