Thurberg, Tuurberg oder Tuurbärg? (Bussnang)
In den Kantonen SG und ZH werden Orts- und Lokalnamen (Flurnamen), welche von Thur abgeleitet sind, analog der Schreibweise von Thur mit -h geschrieben, im Kanton Thurgau dagegen als Tuur entsprechend dem Thurgauer Namenbuch. Es existieren aber auch Ausnahmen für die amtliche Schreibweise, wo nicht Tuur, sondern nach wie vor Thur geschrieben wird: beispielsweise das Thurtal wird nach wie im Kanton Thurgau als Thurtal geschrieben, nicht als Tuurtal oder Tuurtaal, auch wird weiterhin Thurland, Thurfeldstrasse und Thurbad usw. geschrieben (vgl. unten).
Es wäre sinnvoller, auf die Änderung der amtlichen Schreibweise von geografischen Namen entsprechend dem Thurgauer Namenbuch zu verzichten und im öffentlichen Interesse die einheitliche Schreibweise von Thur zu belassen. Dies führt sonst nicht nur zu Problemen für den Velofahrer und den Wanderer, sondern auch für das Rettungswesen, wo das schnelle Auffinden von Örtlichkeiten, darüber entscheiden kann, ob eine Person genügend schnell gefunden werden kann.

Thurau an der Thur im Kanton St. Gallen

Thurhau und Thurspitz an der Thur im Kanton Zürich

Auch im Kanton Thurgau schreibt man Thur mit -h. Für Örtlichkeiten direkt an der Thur, deren Namen von Thur abgeleitet sind, findet man z.B. folgende Schreibweisen Tuur....
Tuurxxx

Tuurraa an der Thur
Die Siedlung Tuurraa hiess bis vor kurzem Thurrain vgl.
http://www.lokalnamen.ch/bilder/Siedlungen_TG_1.pdf#search='Thurrain'

Hofname Thurrain

Abbildung in map.search.ch
Gebäudeadressen in der Siedlung Thurrain (Tuurraa) in der Gemeinde Bussnang Kanton Thurgau:
Thurrain
9565 Rothenhausen
Gebäudeadressen in der Gemeinde Nesslau-Krummenau Kanton SG
Thurrain
9650 Nesslau
Gebäudeadressen in der Gemeinde Oberbüren Kanton SG
Thurrain
9245 Oberbüren

Tuurau, Tuurwald, Tuurfäld, Tuurbärg und Tuurvorland an der Thur
Thurxxx

Thurstrasse

Thurbad nicht Tuurbad

Station Thurland
1 Kommentar:
"Tuurraa", heisst eine Häusergruppe an der Thur. Eine solche Schreibweise ist irreführend und widerspricht der Eidg. Verordnung über die geografischen Namen (GeoNV). Vernünftige Hinweise auf mundartliche Aussprachen sind sind hingegen hilfreich, wie zum Beispiel der Flurname "Büliberg" östlich von Bülach. Seit Jahrzehnten steht er auf der Landeskarte und erinnert daran, dass die Einheimischen nicht Bülach, sondern "Büli" sagen. Paul Märki.
Kommentar veröffentlichen