Die Posts sind ab 2008 entstanden. Gewisse Mengenangaben haben sich inzwischen leicht geändert. Zahlreiche geänderte geografische Namen wurden inzwischen zurück geändert.
Z.T. werden nicht alle Posts auf einer Seite dargestellt.
Neuere Posts (Zurück)...ältere Posts (Vorwärts).

Abfruf aller Beispiele einzelner Kantone:

BE BL NW TG SH VS ZH



Alle Beispiele abrufen



Abruf einzelner Beispiele:

Auswahl rechts unter Posts nach einzelnen Beispielen



Empfohlene Karte für das Visualieren der Beispiele: map.geo.admin.ch Geografischer Name kann im Feld Suchen... eingegeben werden.

Samstag, 12. Dezember 2009

TG Allenwinden, Allenwinde, Allewinde oder Alewinde?

Kanton Thurgau, Gemeinde Fischingen


Landeskarte: Alewinde
Die Schreibweise Allenwinden wurde in Alewinde geändert
Gebäudeadressierung: Allenwinden


Strassensignalisation Gemeinde Fischingen TG. Die bisherige Schreibweise Allenwinden ist erhalten geblieben.



Kanton Zürich, Gemeinde Oberstamnmheim /
Kanton Thurgau, Gemeinde Wagenhausen


Landeskarte: Alewinde
Die Schreibweise Allenwinden wurde in Alewinde geändert
Schreibweise in swissnames: Allenwinde



Übersichtsplan Kanton Thurgau: Alewinde (Gemeinde Wagenhausen)



Übersichtsplan Kanton Zürich: Allenwinden (Gemeinde Oberstammheim) und Allewinde (Gemeinde Wagenhausen)

1 Örtlichkeit - 4 unterschiedliche Schreibweisen
• Allenwinden
• Allenwinde
• Allewinde
• Alewinde



Allenwinden in der Schweiz:
• Allenwinden Kriens (Kt. LU)
• Allenwinden Erstfeld (Kt. UR)
• Allenwinden St. Gallenkappel (Kt. SG)
• Allenwinden Wollerau (Kt. SZ)
• Allenwinden Arth (Kt. SZ)
• Allenwinden Schwyz (Kt. SZ)
• Allenwinden Baar (Kt. ZG)
• Allenwinden Gossau (ZH) (Kt. ZH)
• Allenwinden Kappel am Albis (Kt. ZH)
• Allenwinden Wädenswil (Kt. ZH)

• Allewinde Udligenswil (Kt. LU)
• Allewinde Dierikon (Kt. LU)

• Alewinde Fischingen (Kt. TG)



Allenwinden* in Gebäudeadressen: 117 Treffer
Es existieren keine Genbäudeadressen mit Allenwinde, Allewinde oder Alewinde

Montag, 2. November 2009

TG Schlössliweg - Buckweg - Höhenweg - Schlössliweg


Thurgauerzeitung 02.11.2009 Umbenennung nervt Bewohner
Von Melissa Müller

«Niemand ändert seine Adresse gern», sagt Bewohner Christian Herrmann. «Auch wenn die Umbenennung Sinn macht.» Es ist die vierte Adress-änderung, die Christian Herrmann über sich ergehen lässt – obwohl er seit fast 30 Jahre im gleichen Haus wohnt. Bei seinem Einzug hiess seine Adresse Schlössliweg. Sie wechselte erst auf Buckweg, dann auf Höhenweg und nun schliesslich wieder auf Schlössliweg. Herrmann nimmt es gelassen: «Schlössliweg ist wenigstens ein herrschaftlicher Name».

Der Bewohnerin Florence Isler behagt die bevorstehende Adressänderung hingegen ganz und gar nicht. «Es ist schade, dass man uns vor vollendete Tatsachen stellt. Schliesslich identifiziert man sich emotional mit dem Ort, an dem man wohnt – auch mit dem Strassennamen.»

Samstag, 3. Oktober 2009

TG Leutmerken, Lütmerken oder Lütmärke?


Publikation in der Thurgauerzeitung vom 24.9.2009

In den Gemeinden Amlikon-Bissegg und Affeltrangen existieren viele Ortsnamen, welche auf zahlreichen Ortstafeln und Wegweisern zu finden sind. Auf Karten und Plänen wurden zahlreiche Schreibweisen geändert, auf den Ortstafeln und Wegweiser blieben bisherige Schreibweisen jedoch vielfach bestehen.

Beispiele Gemeinde Amlikon-Bissegg:


Beispiele Gemeinde Affeltrangen:



Leutmerken, Lütmerken oder Lütmärke?
Gemeinde: Amlikon-Bissegg
• Schreibweise vor 1957: Leutmerken
• Landeskarten 1957, 1978, 1984, 1990: Lütmerken
• Landeskarte 1998: Lütmärke (analog Namenbuch)
• Landeskarte 2004: Leutmerken (analog Ortstafel)
• Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis 2005: Leutmerken
• Amtliche Vermessung (Übersichtsplan) Thurgis: Leutmerken






Die Schreibweise auf den Wanderwegtafeln richten sich nach der Landeskarte (Lütmerken war von 1957-1990 Schreibweise auf der Landeskarte)


Landeskarte 1998: Lütmärke analog Namenbuch


Landeskarte 2004: Leutmerken analog Ortstafel



Holzhäusern, Holzhüseren oder Holzhüüsere?
Gemeinde: Amlikon-Bissegg
• Schreibweise vor 1957: Holzhäusern
• Landeskarten 1957, 1978, 1984, 1990: Holzhüseren
• Landeskarte 1998: Holzhüüsere (analog Namenbuch)
• Landeskarte 2004: Holzhäusern (analog Ortstafel)
• Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis 2005: Holzhäusern
• Amtliche Vermessung (Übersichtsplan) Thurgis: Holzhäusern






Landeskarte 1998: Holzhüüsere analog Namenbuch


Landeskarte 2004: Holzhäusern analog Ortstafel



Wolfikon oder Wolfike?
Gemeinde: Amlikon-Bissegg
• Schreibweise vor 1957: Wolfikon
• Landeskarten 1957, 1978, 1984, 1990: Wolfikon
• Landeskarte 1998: Wolfikon (entgegen Wolfike im Namenbuch)
• Landeskarte 2004: Wolfikon (analog Ortstafel)
• Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis 2005: Wolfikon (Wolfike nur in Klammern)
• Amtliche Vermessung (Übersichtsplan) Thurgis: Wolfike









Wahrenberg oder Woorebärg?
Gemeinde: Affeltrangen
Schreibweise vor 1957: Wahrenberg
• Landeskarten 1957, 1978, 1984, 1990: Wahrenberg
• Landeskarten 1998, 2004: Woorebärg (entsprechend Schreibweise Namenbuch)
• Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis 2005: Wahrenberg (Woorebärg gemäss Namenbuch nur in Klammern)
• Amtliche Vermessung (Übersichtsplan) Thurgis: Woorebärg







Landeskarte 1998 und 2004: Woorenberg (entsprechend Namenbuch)


Battlehausen, Batlehausen, Batlihausen, Batlihusen, Batlihuse oder Battlehuuse?
Gemeinde: Affeltrangen
• Schreibweise vor 1957: Battlehausen
• Landeskarten 1957, 1978, 1984, 1990: Batlihusen
• Landeskarte 1998: Battelhuuse (analog Namenbuch)
• Landeskarte 2004: Battlehausen (analog Schreibweise vor 1957)
• Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis 2005: Battlehausen
• Amtliche Vermessung (Übersichtsplan) Thurgis: Battlehuuse
• Strassenname: Batlihausenstrasse

Es existieren theoretisch 16 verschiedene Schreibweisen für diesen Ortsnamen:
2 Varianten Battel- /Batel- (ein oder zwei t)
2 Varianten Batle- /Batli- (e oder i)
4 Varianten -hausen / -husen / -huse / -huuse (Schreibweise von Hausen)











Landeskarte 1998: Battlehuuse


Landeskarte 2004: Battlehausen



Kaltenbrunnen oder Chaltebrune?
Gemeinde: Affeltrangen
• Schreibweise vor 1957: Kaltenbrunnen
• Landeskarten 1957, 1978, 1984, 1990, 1998, 2004: Kaltenbrunnen
• Ortschaften- und Siedlungsverzeichnis 2005: Kaltenbrunnen (Chaltebrune gemäss Namenbuch nur in Klammern)
• Amtliche Vermessung (Übersichtsplan) Thurgis: Chaltebrune






9 Gebäudeadressen Kaltenbrunnen

Freitag, 2. Oktober 2009

TG Glariszelghoo, Moshau und Schwösterraa

Wo liegen in den Gemeinden Tägerwilen und Kemmental die neuen Waldservevate Glariszellghoo, Moshau und Schwösterraa?
117 Hektaren Wald neu geschützt



Glariszelghoo im Thurgis


In der Landeskarte heisst dieses Gebiet Glariszälg


Moshau im Thurgis


Schwösterraa in der Landeskarte


Schwösterraa im Thurgis

Sonntag, 20. September 2009

ZH Dielsdorf oder Tielschderf?



Karte: map.schweizmobil.ch

Das neu erschienene Zürichdeutsche Wörterbuch des Meilemer Germanisten Heinz Gallmann dürfte auf grosses Interesse bei der Bevölkerung stossen, da Mundart nach wie vor allgemein sehr geschätzt wird. Dieses Werk trägt in besonderem Masse zur Bewahrung der Mundart bei.

Vgl. Artikel im Tagesanzeiger vom 19.09.2009 von Thomas Widmer
Zwischen Ilau und Hööraan findet sich so manches kuriose Wort

Leserbrief Tagesanzeiger: Zur Bewahrung der Mundart
Leserbrief ebenfalls erschienen in:
Basler Zeitung Bernerzeitung Der Bund

PDF vgl. hier


Auch in der Neuen Zürcher Zeitung ist am 19.09.2009 ein Artikel erschienen
Eine Fundgrube für Sprachinteressierte

Das Werk von Heinz Gallmann umfasst auch einige Zürcher Ortsnamen, wie sie im Dialekt ausgesprochen werden (vgl. Abbildung unten). Die Mundart Schreibweise dieser Namen erinnern ganz an die neue Mundart Schreibweise von Orts- und Flurnamen, wie sie seit kurzer Zeit im Kanton Thurgau auf amtlichen Karten und Plänen zu finden sind (und momentan von einer Arbeitsgruppe überprüft werden vgl. hier): z.B.

• Kanton Zürich - Kanton Thurgau
• Tielschderf (Dielsdorf) - Tingeschwiil (Dingetswil)
• Üüdike (Uitikon) - Üütersche (Ueterschen)
• Martaale (Marthalen) - Wisetaal (Wiesental)
• Geeretschwiil (Geroldswil) - Esserschwiil (Esserswil)
• Räätsche (Räterschen) - Üütersche (Ueterschen)
• Ämedinge (Ebmattingen) - Wäckinge (Weckingen)

Im Kanton Zürich kommt jedoch niemand auf die Idee, auf amtlichen Karten und Plänen eingebürgerte und vertraute Ortsnamen in Mundart Schreibweisen zu ändern und es muss dabei auch niemand befürchten, dass deshalb ein bedeutendes Kulturgut verloren gehen würde. Die Schreibweise von geografischen Namen sollen generell nicht geändert werden (höchstens falls in einem Einzelfall ein öffentliches Interesse vorliegt).

Auflistung aller im Zürchichdeutschen Wörterbuch aufgeführten Orts-, Berg- und Gewässernamen vgl. hier.


Folgendde Abbildungen sind aus dem Artikel im Tagesanzeiger "Zwischen Ilau und Hööraan findet sich so manches kuriose Wort" entnommen worden:



VS Zermeiggern, Zermeigger oder Zer Meiggeru?


Gemeinde Saas Almagell im Kanton Wallis: Der eingebürgerte Ortsname Zermeiggern wurde zuerst in Zermeigger
und dann in Zer Meiggeru (vgl. Landeskarte unten) geändert.

Verbreitung im Internet gemäss Google:
Zermeiggern: ca. 5640 Treffer
Zermeigger: ca. 4 Treffer
Zer Meiggeru: ca. 93 Treffer Kommentar im Google: Meinten Sie: "Zermeiggern"?

Ob sich die neue Schreibweise Zer Meiggeru je einbürgert?
Aus den bisherigen Erfahren, dass eingebürgerte Schreibweisen weiter bestehen auch wenn die Schreibweise auf Karten und Plänen geändert wurden, muss davon ausgegangen werden, dass während Jahrzehnten unterschiedliche Schreibweisen für Zermeiggern zu finden sein werden. Eine künftige Rückmutation zur bisherigen Schreibweise ist nicht auszuschliessen, insbesondere da die Schreibweise des Stationsnamens nicht geändert wurde. Namen, welche in Stationsnamen verwendet werden, dürfen nicht verändert werden! Die Bedeutung von Orts- und Flurnamen als Geoinformation wird künftig noch zunehmen (z.B. für GPS, Suche und Einstieg in elektronische Karten und Pläne). Die Änderungen von eingebürgerten Schreibweisen verursachen ein grosses Chaos und irreversible Schäden und stellt immer mehr ein Risiko für das Rettungswesen dar, wo Örtlichkeiten rasch gefunden werden müssen.



Karte: map.schweizmobil.ch

Montag, 3. August 2009

TG Sonnenberg oder Sunebärg?


Karte: map.schweizmobil.ch
Gemeinde Stettfurt, Kanton Thurgau

Der Sonnenberg wurde von der Nomenklaturkommission in Sunebärg geändert.
Muss nun auch er Name des Schlosses geändert werden?
Das Geschlecht der Sonnenberg, das dem Schloss den Namen gab, wird urkundlich 1242 erstmals erwähnt (Quelle vgl. hier)


Homepage Schloss Sonnenberg vgl. hier


Zahlreiche Wegweiser beinhalten den Namen Sonnenberg. Falls der Wegweiser das Schloss meint und das Schloss seinen Namen beibehalten darf, müssen im Kanton Thurgau ein paar Strassentafeln weniger ausgewechselt werden. Grundsätzlich gilt: eine Örtlichkeit - eine Identität - eine Schreibweise. Der Wegweiser meint wohl sowohl den Berg wie auch das Schloss, da es sich um ein und dieselbe Örtlichkeit handelt.

Bei den jüngsten archäologischen Grabungen spricht man nun von den Ausgrabungen am Sonnenberg. Ob man dabei eher in der Nähe des Schlosses (Sonnenberg) gräbt oder eher im Gelände (Sunebärg), ist nicht bekannt. Der Kanton Thurgau selber verwendet die Bezeichnung Pfahlbauer auf dem Sonnenberg nicht Pfahlbauer auf dem Sunebärg . (Archäologische Grabungen: vgl. Bericht aus der Thurgauerzeitung)






Falls das Schloss seinen Namen Sonnenberg behalten darf, müssen ein paar Wegweiser weniger ausgewechselt werden ...